Auf dieser Seite haben wir ein paar einführende Informationen für Bogensport-Neulinge zusammengestellt.

Für den Anfänger ist der Recurve-Bogen am besten geeignet.

Er besteht aus einem Mittelteil aus Holz oder Metall, an das die beiden Wurfarme befestigt werden (Steck- oder Schraubvorrichtung). Die Wahl der Stärke der Wurfarme lässt sich hierbei ganz individuell auf die physische Leistungsfähigkeit des Schützen abstimmen. Diesem Aspekt kommt besondere Bedeutung zu, da das Ziehen des Bogens vornehmlich die Rückenmuskulatur beansprucht und diese erfahrungsgemäß bei Anfängern nur schwach ausgebildet ist. Bei einer Stärkung der Muskulatur kann nun beim Recurve-Bogen durch Austausch der Wurfarme die Zugkraft erhöht werden und an die Steigerung der Leistung angepasst werden. Die weiteren Bestandteile des Bogens sind die Sehne (Kunstfasern), ein am Mittelteil befestigtes Visier und eine Pfeilauflage. Im Anfängerbereich werden Pfeile aus Aluminiumrohr geschossen.

Als Zubehör benötigt man noch einen Armschutz (Schutz vor dem möglichen Aufschlag der Sehne auf den Unterarm), einen Fingerschutz für die Finger, die die Sehne ziehen und einen Köcher für den Pfeiltransport.

Geschossen wird auf Scheiben aus gepresstem Stroh oder Kunststoffen. Auf diese Scheiben können Zielauflagen (Papier) mit Durchmessern von 40 cm bis 1,22 m befestigt werden.

Der Langbogen ist so, wie man sich einen Bogen vorstellt. Das Jahrtausende alte Prinzip, ein Holzstab mit einer Schnur, ist jedoch nicht so simpel wie es aussieht.

Ein guter Bogen stellt hohe Anforderungen an das verwendetet Material, denn beim Schießen treten im Bogen sowohl Zugspannung (auf der Vorderseite) als auch Druckspannung (auf der dem Schützen zugewandten Seite) auf, die vom Holz verkraftet werden müssen.

Beim Langbogen wird der Pfeil entweder über den Handrücken oder über eine kleine Pfeilauflage seitlich am Bogen entlanggeschossen, wodurch der Pfeil schräg aus dem Bogen kommt und meist seitlich am Ziel vorbeischießt, wenn man das nicht mit beim Zielen einkalkuliert.

Der Compoundbogen ist der am weitesten entwickelte Sportbogen.

Der Compoundbogen ist vielleicht der modernste oder fortschrittlichste Bogen. An den Enden der Wurfarme befinden sich Rollen (allerdings sind sie eher eiförmig). Die Spannung des Bogens wird nicht wie bei den beiden anderen Bogentypen kontinuierlich in den Wurfarmen aufgebaut, sodass im vollen Auszug die ganze Energie auf den Fingern liegt, sondern genau umgekehrt: Am Anfang wird bis zum Einsetzen der „Rollen“ viel mehr Kraft zum Ziehen gebraucht, während am Ende im Auszug, in der Zielphase, das Gewicht und der Druck auf den Fingern verringert wird.

In Verbindung mit Release (mechanische Lösehilfe), Visier und Stabilisation kann eine sehr hohe Treffsicherheit erreicht werden.

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